DUS-Gran Canaria

Der Nikolausmorgen startet mit der Fahrt zum Flughafen. Auch diesmal wieder mit unserem Privatchauffeur, nur das der Weg diesmal nicht soweit ist. Außerdem werden wir von Linns Schwester begleitet und treffen um 10 Uhr am Flughafen noch ihre Mutter und deren Mann -diesmal reisen wir zu fünft.

Nach der Kofferabgabe frühstücken wir bei Kamps und decken uns mit ein paar Kleinigkeiten für den Flug ein. Laut Bordpass gibt es auf dem Flug nur einen Snack und ein Getränk pro Person. Wäre es kein Charterflug über AIDA, hätten wir auch das zusätzlich zahlen müssen. Beim Sicherheitscheck haben wir Glück und kommen schnell durch, erst nach uns bildet sich eine lange Schlange. Dafür wird Veras Rucksack auf Sprengstoff untersucht, natürlich ohne Erfolg. Etwas stutzig macht uns das Gate: B44A. Das A stellt sich als Wartebereich im Erdgeschoss heraus, in dem es auch recht wenig Sitzplätze gibt. Trotzdem entscheiden wir uns für den letzten der drei Shuttlebusse, leider müssen wir dann auf ein verspätetest Pärchen warten. Pünktlich um 12:30 Uhr waren alle im Flugzeug, sodass  wir nur mit wenig Verspätung zur Startbahn fuhren. Auf dem Weg dorthin landete der Airbus 380, neben dem unsere Boing noch kleiner wirkte.

Der Flug selbst war, solange wir über Land flogen, ruhig. Erst über dem Atlantik gab es ein paar Turbulenzen. Der Snack stellte sich als warme Mahlzeit heraus: Tortellini mit Spinat und Ricotta. Für ein Flugzeugessen sogar recht lecker und wir hätten uns unser mitgebrachtes Essen sparen können. Ein zweites Getränk hätte es wie vermutet nur gegen Bares gegeben.

Um kurz nach 16 Uhr begrüßt uns Gran Canaria mit 23 Grad und etwas Sonne. Nachdem wir unsere Koffer in Empfang genommen haben, geht es direkt weiter zum Shuttlebus. Die ca. 20 minütige Fahrt zum Hafen wird unter anderem zum Ausfüllen der Gesundheitsbögen genutzt, die beim Check In wieder abgegeben werden müssen. Die Schlange dort ist relativ kurz, wir sind wohl eine der letzten Anreisegruppen. Weil wir unsere EC-Karte bereits im Vorfeld eingegeben haben, können wir auch schnell unsere Bordkarten in Empfang nehmen, die Kabinenschlüssel, Zahlungsmittel sowie Ein- und Aufstiegsdokument in Einem sind. Nach der letzten Sicherheitskontrolle und dem obligatorischen Gruppenfoto betreten wir die AIDAsol.

Wir bringen nur schnell unser Handgepäck auf die Kabinen und sehen unsere Koffer wieder, um die wir uns seit dem Einstieg in den Shuttlebus nicht mehr kümmern mussten. Zum Abendessen treffen wir uns im Markt Restaurant wieder. Hier fällt uns auf, dass der Altersdurchschnitt diesmal etwas höher liegt, da alles ein bisschen langsamer voran geht als sonst. Nach dem Essen gibt es in der Sol Bar Espresso und Cocktails für uns.

Kurz nach 21 Uhr ertönt der Generalalarm und die einzige Pflichtveranstaltung an Bord begann: Die Seenotrettungsübung. Wir müssen zu Musterstation G, die anderen drei zu Musterstation V. Auch hier fehlte wieder ein Pärchen, dass erst ausfindig gemacht werden musste. Denn nur wenn alle Passagiere an ihrer zugeteilten Musterstation auf Deck 5 stehen, beginnt die Übung. Während der Wartezeit kommen wir mit zwei anderen Passagieren ins Gespräch. Sie, die seit 57 Jahren in den USA lebt, wurde von ihrem Vater zur Kreuzfahrt eingeladen und lobt Patrick für sein gutes Englisch. Als sie erfährt, dass wir aus Düsseldorf kommen, teilt sie uns mit, dass wir wohl das beste Deutsch sprechen würden.

Pünktlich um 22 Uhr heißt es Leinen los. Wir schauen das Auslaufen vom Balkon der anderen Kabine mit Sicht auf die Mein Schiff 4, die heute auch mit neuen Gästen startet. Enyas Orinoco Flow hören wir hier nicht. Aufgrund der späten Uhrzeit läuft es anscheinend nur auf dem Pooldeck. Wir fahren hinaus auf das dunkle Meer, während Gran Canarias Lichter immer kleiner werden.