Ísafjörður

Auch heute morgen ist es noch ziemlich windig, man merkt im Fjord davon aber weniger als auf dem offenen Meer. Trotzdem kann der starke Wind uns zum Verhängnis werden, denn der Hafen hier ist so klein, dass wir so eventuell Probleme beim Anlegen haben könnten.

Die Einfahrt verfolgen wir nach dem Frühstück von Deck aus. Mit ca. 30 Minuten Verspätung wird das Schiff für den Landgang freigegeben. Viel größer dürften wir nicht sein, sonst würden wir hier überhaupt nicht in den Hafen passen.

Um 11:30 Uhr soll eigentlich unser gebuchter Ausflug zur Vogelinsel starten. Im Theatrium erfahren wir jedoch, dass wir uns noch gedulden müssen. Durch die verspätete Freigabe zum Landgang konnte auch die erste Gruppe nicht pünktlich starten und die Boote sind noch nicht zurück. Um 12 Uhr gehen wir dann hinüber zu den kleinen Schiffen und fahren nach Vigur.

Auf Vigur haben wir ca. 2 Stunden. Da gerade Brutzeit ist, können wir nicht auf eigene Faust über die Insel laufen. Ein Guide führt uns herum und informiert über die einzelnen Vogelarten. Neben den Eiderenten, Küstenseeschwalbe und Puffins leben hier noch eine Vielzahl anderer Vogelarten. Wir sind besonders auf die Sichtung eines Puffins aus. In der Ferne kann man mehrere sehen, nur einer zeigt sich kurz ganz nah. Außerdem werden wir von einer Robbe beobachtet, die sich wohl im seichten Wasser auf Beutesuche befindet.

Bevor es mit dem Boot wieder  zurück nach Ísafjörður geht, gibt es für uns noch Kaffee und einen kleinen Snack auf dem einzigen Bauernhof der Insel.

Trotz der morgendlichen Verspätung bleibt uns vor dem Ablegen der AIDA noch die Zeit, die kleine Stadt Ísafjörður zu erkunden. Im Supermarkt entdeckt Linn noch eine Erinnerung an Kanada: Es gibt Lucky Charms! Natürlich wurde direkt eine Packung gekauft.

Zurück auf dem Schiff dann die ernüchternde Nachricht: Der Wind ist noch immer so stark (Windstärke 8), dass wir nicht sicher ablegen können. Eventuell gibt es zwischen 18 und 19 Uhr noch einmal ein kurzes Zeitfenster in dem wir ablegen können, weil der Wind noch mal abschwächen könnte. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, kommen wir erst nach 24 Uhr hier weg. Sollte letzteres eintreffen, werden wir unsere Ankunftszeit in Akureyri nicht pünktlich einhalten können, da die AIDA höchstens zwei Stunden aufholen kann. Wir bangen um unsere selbst gebuchte Waltour, die morgen um 9 Uhr starten soll, um 18:30 Uhr kommt dann die Entwarnung: Der Wind ist etwas abgeschwächt und wir können ablegen. Zu dieser Zeit sitzen wir bereits im Bella Vista beim Abendessen. Hier gibt es heute Speisen zum Thema Frankreich. Im Anschluss nehmen wir wieder einen Drink in der Lunabar zu uns, bevor sich der Tag dem Ende neigt.